Ein schwerer Verkehrsunfall auf der Geboltskirchner Landesstraße (L1074) im Bereich des Plateaus – direkt an der Schnittstelle der Gemeinden Geboltskirchen, Eberschwang und Haag am Hausruck – war das fordernde Szenario einer groß angelegten Gemeinschaftsübung.
Drei Feuerwehren und das Rote Kreuz meisterten gemeinsam eine technisch äußerst anspruchsvolle Rettung von insgesamt neun verletzten Personen.
Ausgangslage der Übung war ein heftiges Unwetter mit Sturmschäden. Mehrere umgestürzte Bäume sowie versperrte Verkehrswege führten am Plateau zu einer unübersichtlichen und dramatischen Lage: Mehrere Fahrzeuge kollidierten miteinander, teilweise wurden Insassen in ihren Wracks eingeklemmt.
Da sich der Übungsort direkt an der Gemeindegrenze befand, stand vor allem die bezirks- und gemeindeübergreifende Zusammenarbeit im Fokus. Nach dem Eintreffen der ersten Einsatzkräfte wurde umgehend die Einsatzstelle abgesichert, der Brandschutz aufgebaut und eine umfassende Erkundung durchgeführt.
Die Rettung der insgesamt neun Verunglückten gestaltete sich aufwändig. Aufgrund der Verformung der Fahrzeuge und der schwierigen Geländelage mussten zeitgleich mehrere hydraulische Rettungsgeräte (Spreizer, Rettungsscheren und Rettungszylinder) eingesetzt werden. Die Einsatzkräfte arbeiteten Hand in Hand, um schonende und effiziente Befreiungsöffnungen zu schaffen.
Das Rote Kreuz mit Notarzt übernahm direkt vor Ort die Erstversorgung und Ersttriage der neun Verletzten. In enger Abstimmung wurden die Personen aus den Wracks gerettet und dem Rettungsdienst für den Weitertransport übergeben.
Nachdem alle neun verletzten Personen sicher gerettet und versorgt worden waren, folgte der zweite Teil der Übung: die Bergung der verunfallten Fahrzeuge. Die beteiligten Feuerwehren transportierten die Wracks ab, räumten die Trümmerteile von der Landesstraße und säuberten die Fahrbahn, um den Verkehrsweg wieder sicher freizugeben.
Nach mehr als einer Stunde intensiver Arbeit konnte die Übung erfolgreich beendet werden. Bei der anschließenden Nachbesprechung im Feuerwehrhaus Geboltskirchen hoben die Übungsleiter und Kommandanten die reibungslose Kommunikation sowie das professionelle Zusammenspiel zwischen den drei beteiligten Feuerwehren und dem Roten Kreuz hervor.
Ein herzlicher Dank gilt den 110 beteiligten Einsatzkräften für ihr Engagement und die hervorragende Zusammenarbeit sowie den Statisten für die realitätsnahe Darstellung der Verletzten!
Vor Ort waren auch die Polizei, der Bürgermeister der Gemeinde Geboltskirchen, der Vizebürgermeister der Marktgemeinde Haag, das Schminkteam des Roten Kreuzes und das Presseteam des Bezirksfeuerwehrkommandos Grieskirchen. Danke für eure Unterstützung!
Fotocredit: Ferdinand Ortbauer, David Floimayr
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