Einführung:

Im Zuge der Gefahren- und Entwicklungsplanung im Jahr 2019 wurde für unsere Marktgemeinde festgelegt, welche Fahrzeuge zur Erhaltung der Schutzziele vorzuhalten sind. Damit einhergehend auch der Zeitplan zum Austausch von Fahrzeugen. Darin wurde festgelegt, das Löschfahrzeug LFA aus dem Jahr 1999 durch ein Kleinlöschfahrzeug KLFA zu ersetzen. Im August 2023 wurde ein Fahrzeugausschuss gebildet und die Erstgespräche mit Herstellern geführt. Im Juni 2024 beschloss der Gemeinderat den Finanzierungsplan und die Ausschreibung wurde veröffentlicht. Im September 2024 erging der Auftrag im Wert von EUR 235.475,82 an die Firma Rosenbauer. Die Finanzierung erfolgte aus Mitteln der Marktgemeinde Haag, des Landes Oberösterreich, des Landesfeuerwehrkommandos und der Feuerwehr Haag am Hausruck. Am 4. Dezember 2025 wurde das Fahrzeug übernommen und in den Einsatzdienst überstellt. Ein Großteil der Beladung konnte vom Vorgänger übernommen werden. Da das Vorgängerfahrzeug aber deutlich größer war und mehr Ausrüstung mitgeführt wurde, wird ein Teil der Beladung künftig auf Rollcontainern untergebracht. Diese werden Anfang 2026 geliefert.

Fahrzeugbeschreibung:

Das Fahrgestell und der Aufbau wurden von der Firma Rosenbauer geliefert, und mit einem CT-Frame Aufbau mit integriertem Mannschaftsraum ausgebaut. Die Besatzung ist 1:8, es findet also eine komplette Löschgruppe darin Platz. Das Fahrzeug entspricht den Baurichtlinien OÖ, hat ein zulässiges Gesamtgewicht von 5.500 kg und darf mit dem Feuerwehrführerschein gelenkt werden. Das war uns ein wichtiger Punkt für die einsatztaktische Verwendung. Der Haupteinsatzzweck eines Kleinlöschfahrzeuges (KLF) ist die Brandbekämpfung und Unterstützung der Löschwasserversorgung.

Fahrgestell und Motor:

Das Fahrgestell ist ein Mercedes Sprinter 519CDI 4x4, mit einem 4-Zylinder Dieselmotor der 190 PS leistet und der EURO 6 Norm entspricht. Ein elektronisch gesteuertes 9G-Tronic Automatikgetriebe in Verbindung mit einem Allradantrieb mit Torque-on-Demand Funktion, sorgt für bedarfsgerechte Kraftverteilung zwischen Vorder- und Hinterachse.

Aufbau:

Der Aufbau wurde in CT-Frame realisiert, die seitlichen Geräteräume sind mit Aluminium-Rollläden und Barlock-Verschlüssen versehen. Das Heck wird mit einer Aluminium Heckklappe verschlossen. Am Comfort Schrägauszug im Heck sind die Tragkraftspritze Rosenbauer FOX II und Armaturen für die Wasserförderung gelagert. Darüber befindet sich eine kippbare Schublade mit Handwerkzeug und Beleuchtungsstativen. Am Dach befindet sich neben der vierteiligen Steckleiter auch eine große Lagerbox für Schanzwerkzeug. Die Anhängerkupplung Varioblock, mit Maul- und Kugelkopf, ermöglicht das Anhängen verschiedener Anhängertypen. Es werden 15 B-Schläuche mitgeführt, neun davon befinden sich in einem Schlauchcontainer und können während der Fahrt verlegt werden. Somit kann eine Schlauchleitung mit einer Länge von 300 m realisiert werden.

Mannschaftsraum:

Im Mannschaftsraum finden neun Personen Platz. Drei Plätze entgegen der Fahrtrichtung, sind mit Halterungen für Pressluftatmer ausgestattet. Neben praktischen Lagerboxen und Haltenetzen, ist auch das Material für die Absicherung der Einsatzstelle griffbereit gehaltert. Zwischen Fahrer und Beifahrer befinden sich Schlüsselkasten, Einsatzunterlagen, Handfunkgeräte und das LCS Frontdisplay. Damit werden die elektrischen Verbraucher geschalten und bedient. Elektrik und Sicherheit: Neben einem digitalen Fahrzeugfunkgerät sind auch noch zwei digitale Handfunkgeräte eingebaut. Sämtliche Beleuchtung ist in LED-Technik ausgeführt, eine starke Umfeldbeleuchtung erhöht die Sicherheit der Einsatzkräfte bei nächtlichen Einsätzen. Rückseitig kann eine Verkehrswarneinrichtung genützt werden. Mit dem tragbaren Stromerzeuger "Honda 2 kVA" können die Tauchpumpe oder LED-Scheinwerfer betrieben werden. Die seitliche Beklebung erhöht die Sichtbarkeit, am Heck ist zusätzlich eine gelb/rote Folie aufgeklebt. Im Einsatzfall sorgen LED-Blaulichter die über gesamte Aufbaulänge reichen, für gute Sichtbarkeit. Für gute Hörbarkeit des Sondersignals sorgt das MARTIN Kompressorhorn mit vier Schallbechern. Mehrere Kameras und Assistenzsysteme geben dem Fahrzeuglenker die notwendigen Informationen, um das Fahrzeug sicher bewegen zu können. Fahrzeug und Tragkraftspritze sind mit einer Ladeerhaltungsfunktion und Unterspannungsschutz ausgestattet.

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